Unsere mit etwa 140 Teilnehmern gut besuchte 2014 Cologne Regional Conference am 25. Oktober 2014 wurde videotechnisch von unseren Medienpartnern der Sons of Libertas begleitet um auch denjenigen, die aus terminlichen oder Entfernungsgründen vielleicht nicht teilnehmen konnten, wie auch jenen, die sich vielleicht nur für einzelne Aufnahmen und Themen interessieren, eine Möglichkeit zu bieten, einen kleinen Einblick zu kriegen.

Wie weit lassen sich die Grenzen der menschlichen Freiheit ausdehnen? Diese Frage stellt sich jeder entschiedene Liberale – und findet stets neue und unterschiedliche Antworten. Eine in dieser Debatte sehr spannende und zugleich polarisierende Frage ist die nach der Umsetzbarkeit und Erstrebenswertigkeit einer anarchistischen Gesellschaft. Egal, welche Antwort man für sich selbst gefunden haben mag, ist diesem Ideal für Liberale ein gewisser Reiz nicht abzustreiten. Aber kann Anarchismus wirklich wünschenswert sein, und ist er überhaupt überlebensfähig?

von Salvatore Genovese und Moritz Gillmair Am Donnerstag, dem 22. Mai 2014 fand im Excelsior Hotel Ernst in Köln die Veranstaltung mit dem Titel „Quo vadis Katalonien?“ organisiert vom Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Barcelona e.V. sowie vom Kölner Presseclub statt. Die Vorrede hielt Professor Tilbert Dídac Stegmann, Professor für Romanistik und Experte für Katalanistik. Ehrengast war der ehemalige und langjährige Präsident der Autonomen Region Kataloniens, Jordí Pujol i Soley, der für einige Tage über die katalanische Frage in Bonn und Köln referierte. Bei der Einführung in die Frage nach der Unabhängigkeit Kataloniens beleuchtete Herr Stegemann das Thema … Continue reading

Das Thema Einwanderung wurde im Verhältnis zu seiner Wichtigkeit unter Libertären lange stiefmütterlich behandelt. Dies ist nun dabei, sich zu ändern. Freie Einwanderung sollte auf der Prioritätenliste von Liberalen und Libertären eigentlich unter den Top-Themen rangieren. Lange war dies im deutschsprachigen Raum nicht so. Einige aus dem liberal-libertären Spektrum berufen sich auf den tragischen, aber populären Ausspruch Milton Friedmans: „Man kann nicht gleichzeitig freie Einwanderung und einen Wohlfahrtsstaat haben.“ Daraus wird gerne eine Position hergeleitet, die freie Einwanderung zwar prinzipiell befürwortet, aber erst unter der Voraussetzung, dass der Wohlfahrtsstaat abgeschafft sei. Also eigentlich nicht. Aber auch unter denjenigen, die sich … Continue reading

von Bryan Caplan Stellen wir uns vor, wir würden vor tausend Jahren das politische System der Demokratie vorschlagen. Wir skizzierten die Grundidee: „Alle paar Jahre werden wir eine freie Wahl haben. Jeder, der an die Macht möchte, kann sich als Kandidat aufstellen lassen, jeder Erwachsene kriegt eine Stimme, und wer immer die meisten Stimmen bekommt, übernimmt die Regierungsmacht bis zur nächsten Wahl.“ Wie würden unsere Zeitgenossen darauf reagieren? Sie würden uns vermutlich als „verrückt“ bezeichnen. Weshalb? Bevor wir unser Plädoyer weiterführen könnten, würden sie uns unterbrechen: „Wollt ihr uns ernsthaft erzählen, dass wenn die herrschende Regierung die Wahl verliert, sie … Continue reading

Libertäre machen gerne den unsinnigen Fehler, zu glauben, dass sich ihre grundsätzlichen Prinzipien radikal von denen der meisten anderen Menschen unterscheiden. Denken Sie darüber nach, wie viel leichter es wäre, andere zu einem libertären Standpunkt zu bewegen, wenn wir erkennen würden, dass sie in wesentlichen Dingen bereits mit uns übereinstimmen. Wovon ich rede? Es ist recht einfach: Libertäre glauben, dass die Initiierung von Gewalt falsch ist. Das tut auch die überwältigende Mehrheit Nicht-Libertärer. Sie glauben ebenfalls, dass es falsch ist, sich am Körper oder Eigentum anderer zu vergehen. Ich denke nicht, dass sie dies bloß unterlassen, weil sie die Konsequenzen … Continue reading

Zwang ist die Durchsetzung eines gewünschten Verhaltens mit Hilfe von (physischer oder psychischer) Gewalt oder ihrer Androhung. Mit Zwang kann nie ein freiwilliges Verhalten vom Gezwungenen erreicht werden, weil das gewünschte Verhalten des Zwingenden per definitionem dem freiwilligen Verhalten des Gezwungenen entgegensteht. Andernfalls wäre Gewalt oder ihre Androhung überflüssig. Zwang entsteht also folglich in dem Moment, in dem die Grenze zwischen freiwilligem Handeln und unfreiwilligem Handeln, um eine Verletzung (des Körpers oder des Geistes) abzuwenden, überschritten wird. Also wenn die eine Partei die Freiheit der anderen Partei zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil Dritter nicht mehr respektiert oder akzeptiert. Ein Beispiel ist … Continue reading